Petition 2010

In diesem Jahr ist es wieder soweit, wir müssen erneut um unser Insulin kämpfen!
Das Thema beschäftigt uns nun schon gut 4 Jahre und will nicht enden. Diesmal rufen DiabetesDE und Diabetes-Kids.de gemeinsam zur Petition. Wir von Diabetes-Zentrale e.V. schließen uns dieser Initiative an, um so als geschlosser Block der Kämpfenden aufzutreten. Wir sind der Auffassung, dass wir uns für eine gute und richtige Sache engagieren.


Offener Brief

Das Internetforum Insulinclub.de und der gemeinnützige Verein Diabetes-Zentrale e.V. verbünden sich im Kampf für die Verordnungsfähigkeit von kurzwirksamen Insulinanaloga bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1.

In einem offenen Brief (http://brief.diabetes-zentrale.de) fordern die Initiatoren, den Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler auf, von seinem Einspruchsrecht bei der kommenden Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Gebrauch zu machen.

Den Brief und weitere Informationen zum Thema findet man unter: http://brief.diabetes-zentrale.de


Die Petition

Hier geht es zur Petition beim deutschen Bundestag:
--> http://ePetitionen.Bundestag.de

Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...
... dass kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes Mellitus Typ 1 von Kindern und Jugendlichen und insbesondere von Insulinpumpenträgern weiterhin verordnungsfähig bleiben.

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat bereits zahlreiche Petitionen zu diesem Anliegen erhalten, zuletzt am 16.10.2008 (BT-Drucksache 16/10344) und festgestellt, dass eine Veränderung der Verordnungsfähigkeit von Analog-Insulinen für Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes nicht beabsichtigt ist. Über 4000 Mitzeichner, Patienten, Familien und wissenschaftliche Fachgesellschaften hatten in ihren Stellungnahmen zu dieser Petition darauf hingewiesen, dass kurzfristige Insulinanaloga unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung des Diabetes Typ 1 seien.


Theoretisch muss jeder Diabetiker zwischen einer Insulininjektion und dem Essen ca. 30 Minuten warten. Sprich: Essen kommt auf den Tisch, Insulin wird gespritzt, 30 Minuten später kann man kaltes Essen essen. Durch Insulinanaloga kann man sofort anfangen zu essen, ohne diese ewig lange Wartezeit. Gerade in einem ungenauen, unplanbaren Alltag, wie es bei den meisten Menschen (vorallem bei Kindern und Jugendlichen - aber auch bei Erwachsenen) Realität ist, sind diese Medikamente unabdingbar. Für Diabetiker entspricht das einer unglaublichen Steigerung der Lebensqualität. Nun wurde ein Institut beauftragt, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), eine Erklärung über die Wirtschaftlichkeit dieses Präparates zu erstellen. Dieses Institut hat von 1293(!) verfügbaren Studien zu diesem Thema sage und schreibe 9 berücksichtigt. Nach den einschlägigen Medienberichten wurden die Studien, die das IQWiG zu diesem Thema in Auftrag gegeben hat, auch nicht öffentlichen ausgeschrieben, sondern der Leiter hat diese von seiner Ehefrau erstellen lassen. Schon das Zustandekommen ist eines Rechtsstaates unwürdig. Objektives und wissenschaftliches Arbeiten sieht anders aus.

Entgegen dem Bericht des IQWiG ist es aber nicht nur die Lebensqualität, die steigt. Durch einen schnellen Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen, der bei einem langsamen Insulin unweigerlich vorhanden ist, können auf die Dauer irreparable Schäden entstehen, u.a. an Gefäßen, Augen, Extremitäten. Durch diese Folgeschäden werden die öffentlichen Haushalte viel stärker belastet, als durch ein ein paar Cents teureres Insulin.

Viele Diabetologen und weitere Fachleute sind sich einig, dass die Therapie des Diabetes mellitus mit kurzwirksamen Insulinanaloga deutlich einfacher für den Patienten ist und zu einer höheren Lebensqualität führt. Dabei ist erwiesen, dass zu einer guten Stoffwechsellage auch ein gutes geistiges Wohlbefinden gehört.
Dies ist natürlich nicht möglich, wenn der Bundestag feststellt, dass ein paar Cents im Haushalt mehr wert sind, als die Gesundheit der Bürger. Sozial ist anders, wir verstehen das Gesundheitssystem als etwas, was allen Menschen eine gleiche Qualität an Medikamenten sichern soll.

Selbst wenn man der Meinung ist, dass Diabetiker, die ein spezielles Medikament haben möchten, dies auch selber bezahlen sollen. Nach geltendem deutschen Recht ist es nicht zulässig, ein teureres Medikament auf eigene Kosten zu erwerben und sich das Geld für das günstigere Medikament erstatten zu lassen und somit den Differentsbetrag zu bezahlen. Die Krankenkassen zahlen nur das günstige Medikament, oder eben gar nichts! Diese Hop-oder-Top Geschichte macht es für Diabetiker unmöglich dieses Medikament, was für die meisten unverzichtbar ist, auf eigene Kosten zu erwerben.

Eine Kostendiskussion darf nicht zu Lasten der Patienten geführt werden!


Banner

Auch diesmal werden unsere Banner von 2008 wieder eingesetzt werden, wer möchte kann diese ebenfalls gerne tun:

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